Können Kredite weiterverkauft werden
Welche Rechte haben die Banken? Haben sie die Möglichkeit, bestehende Kredite weiterzuverkaufen? Die Möglichkeit besteht, Banken können Kredite weiterverkaufen. Die Forderungen kann die Bank an ein anderes Kreditinstitut abtreten und sich damit von dem Kredit sowie dem Eintreiben der Forderungen befreien. Es besteht ein Urteil des Bundesgerichtshofes, dass Darlehen verkauft werden können. Dies stellt gemäß Bundesgerichtshof keine Verletzung der Bestimmungen des Datenschutzes, des Bankgeheimnisses und des Persönlichkeitsrechts dar. Ein Grund, Kredite weiterzuverkaufen, liegt vor, wenn der Schuldner seinen Forderungen zur Zahlung der Raten nicht regelmäßig nachkommt. Finanzielle Schwierigkeiten und Änderungen in der Lage der Bank sind weitere Gründe, Kredite weiterzuverkaufen. Auch öffentlich-rechtliche Sparkassen dürfen Kredite weiterverkaufen.
Banken verkaufen Kredite weiter, um ihre Bilanz aufzubessern, Risiken abzubauen und auch, um das Kreditgeschäft anzukurbeln. Die Kredite, welche die Banken weiterverkaufen, sind häufig notleidende Kredite, bei denen die Kreditnehmer mit der Ratenzahlung im Rückstand sind. Jedoch werden auch Kredite verkauft, deren Raten regelmäßig und pünktlich gezahlt werden. Die Bank muss den Kreditnehmer darüber informieren, wenn sie Kredite weiterverkauft. Eine Zustimmung des Kreditnehmers ist dafür nicht erforderlich. Handelt es sich um einen notleidenden Kredit, darf die Bank alle Daten, die den Kreditnehmer und den Kredit betreffen, an den Käufer weitergeben. Wenn es sich nicht um einen notleidenden Kredit handelt, muss der Kreditnehmer der Weitergabe seiner Daten zustimmen. Tut er es nicht, wird der Kredit anonym beim neuen Käufer geführt, die Daten über den Kreditnehmer erhält ein neutraler Treuhänder.
Finanzinvestoren, die solche Kredite kaufen, möchten dafür schnellstens Gewinn erzielen. Bei den Käufern des Kredits können völlig andere Konditionen vorherrschen, sie können einen Kredit, dessen Raten pünktlich bezahlt werden, als notleidend einstufen oder den Wert einer Immobilie, die als Sicherheit dient, herabstufen, schlimmstenfalls droht die Kündigung des Kredits und damit verbunden die Zwangsvollstreckung. Auch wenn die Raten pünktlich bezahlt werden, müssen die Finanzinvestoren den Kreditvertrag nicht verlängern. Der Kreditnehmer muss dann bis zum Ende der Zinsbindung alles auf einmal zurückzahlen – meistens muss er dafür einen neuen Kredit aufnehmen.
Der Kreditnehmer kann sich selbst vor dem Weiterverkauf seines Kredits schützen, indem er regelmäßig und pünktlich seine Raten bezahlt. Wurde der Kredit weiterverkauft, hat der neue Finanzinvestor keine Möglichkeit, den Kredit vorzeitig zu kündigen, wenn regelmäßig gezahlt wird. Für die Restschuld sollte der Kreditnehmer sich rechtzeitig um einen neuen Kredit bemühen.